Straußenfarm

Der Strauß ist der größte heute noch lebende Vogel. Er kann bis zu 3,00 Meter groß werden und es auf ein Gewicht von bis zu 150 kg bringen. Er kann nicht fliegen, dafür aber mit einer erstaunlichen Schrittlänge von 3,50 Meter, eine Geschwindigkeit von 70 km/h erreichen, die er bis zu einer Stunde lang halten kann. Von den heute lebenden Tieren legen die Strauße die größten Eier. Straußeneier wiegen fast zwei Kilogramm und damit so viel wie 24 Hühnereier. Die Eierschale ist so 1,5 bis 2 mm dick und kann bedenkenlos das Gewicht eines erwachsenen Menschen tragen.

Der Strauß ernährt sich von Pflanzen, Früchten und Insekten. In seinem ca. 14 m langen Darm kann er eine Nahrungsmenge von bis zu 1,3 kg aufnehmen. Um die Verdauung zu unterstützen und den Mageninhalt zu zermahlen, nimmt er auch kleine Steine auf.

Da der Strauß seit etwa 150 Jahren gezüchtet wird, haben sich im Laufe der Zeit 3 Hauptrassen herausgebildet. Diese unterscheiden sich speziell in Größe, Gewicht, Hautfarbe und Federausbildung.

Die kleinste Züchtung, der Schwarzhalsstrauß (African Black) wurde in Afrika in Farmen zur Federgewinnung gezüchtet, da er die schönsten Federn hervorbringt. Die größte Rasse ist der Rothalsstrauß (Red Neck), der auch die größten Eier legt. Die Hähne dieser Rasse verhalten sich jedoch sehr aggressiv. Der Strauß, der überwiegend in Deutschland auf Farmen gezüchtet wird, ist der Blauhalsstrauß (Blue Neck), er liefert das beste Fleisch.

Der Strauß besitzt außerdem unter allen lebenden Landwirbeltieren die größten Augen. Sein Sehsinn ist beeindruckend, er kann bis zu 3,5 Kilometer weit sehen. Der Strauß hat entzückend lange Wimpern, die in Wahrheit aber Federn sind.
Das Weibchen kann man an seinem grauen bis erdbraunen Gefieder erkennen. Im Gegensatz zum Männchen, das ein wunderschönes schwarzweißes Gefieder vorweisen kann.

 

1906 wurden zum ersten Mal Strauße durch Carl Hagenbeck nach Deutschland eingeführt. Anfang der 90er Jahre begannen dann einige (die man damals noch für verrückt hielt) in Deutschland mit der Straußenhaltung. Man fand schnell heraus, dass die Tiere mit den Mitteleuropäischen Klimabedingungen sehr gut klar kommen. Es ist zu beobachten, dass sie sich selbst bei kältesten Temperaturen und Schneefall lieber auf der Weide aufhalten, als dass sie den für sie immer offenen und wärmeren Stall aufsuchen. Es ist auch bei -10° C ausgelassene Lebensfreude zu erkennen. Vor der letzten Eiszeit gab es übrigens auf dem 50. Breitengrad, größere Populationen von wildlebenden Straußen, wie archäologische Funde nahe Wien hervorbrachten. Das damalige Klima war in etwa identisch mit dem heutigen.

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