Idyllisch gelegen an dem kleinen Fluss "Wondreb", zwischen Waldsassen und der Grenze zu Tschechien, ist der Mitterhof vielleicht der bekannteste landwirtschaftliche Betrieb des Stiftlands.

Er wurde über Jahrhunderte als Crangienhof (Bauernhof zur Eigenversorgung) für das Kloster genutzt . Vermutlich ist er auch der Hof mit der bewegtesten Geschichte, ganz sicher jedoch einer der Ältesten und damals in seiner Hochzeit auch der flächenmäßig Größte in der nördlichen Oberpfalz. Im Kern besteht der Mitterhof seit dem 16. – 17. Jahrhundert und ist als gesamtes Bauwerk denkmalgeschützt. Zum Hof gehörten damals 160 ha Acker- und Weideland.

Gebaut ist er als Vierseithof an dem noch ein großer Garten angrenzt, welcher von einer hohen Mauer umgeben ist. An der Südspitze befindet sich eine kleine Kapelle, die in den Sommermonaten auch geöffnet ist. Ein Besuch lohnt sich, sie ist wunderschön renoviert. Etwa 200 Meter weiter, entlang dem Grottenweg, befindet sich die viel besuchte Grotte von Waldsassen, ein Nachbau der bekannten Lourdesgrotte. Sie sehen, ein geistiger Ort, an dem sie Ruhe finden und Kraft für ihren Alltag tanken können.

Den Hof umgibt auch etwas Mystisches. Schon seit jeher wird unter Einheimischen davon gesprochen, dass es in Waldsassen so etwas wie unterirdische Katakomben gibt, die den Mitterhof mit dem Kloster verbinden. Und tatsächlich befindet sich in dem tiefsten und dunkelsten Gewölbe des Hofs ein verschütteter unterirdischer Zugang. Die Schwestern des Klosters berichten, dass es auch einen Zugang auf der anderen Seite gibt, er befindet sich in der Klosterkirche. Was sich wohl dazwischen verbirgt…?

Leider ist das ehemals schmucke Anwesen gerade im „Dornröschenschlaf“. Doch wir arbeiten beharrlich an seiner Wiedererweckung. Ob uns das gelingen wird, können Sie gerne selbst bei einem Besuch auf der Straußenfarm Mitterhof herausfinden.

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