Uns werden oft Fragen gestellt wie: „Warum tut man sich so ein altes, verfallenes Gemäuer wie den Mitterhof an?“ oder: „Strauße in der kalten Oberpfalz zu halten, geht das überhaupt?“

Wir möchten kurz unsere Sicht der Dinge darstellen.

Seit längerer Zeit schon besitzen wir Lamas und Alpakas, die unweit des Mitterhof auf einer Weide stehen. Sie werden von unserer sen. Chefin Berta Frank (Homöopathin und Heilpraktikerin) als Therapietiere oder zu Wanderungen für die Entschleunigung gestresster Menschen genutzt.

Immer beim Vorbeiwandern am Mitterhof, kam etwas Wehmut auf. Er stand schon drei Jahre leer und war zunehmendem Verfall ausgesetzt. Schade, war er doch einst eine „Perle“ des Stiftlands.

Wir überlegten immer öfter, wie man den Hof verwenden könnte, um ihn wirtschaftlich zu nutzen und ihn zu neuer Blüte zu verhelfen. Konventionelle Bewirtschaftung erschien uns nicht zielführend, wir mussten schon etwas Besonderes, eine Nische finden.

Angespornt von der Idee, den Mitterhof wieder auf Vordermann bringen zu können, beschäftigten wir uns mit der Straußenhaltung, Aufzucht und Vermarktung. Wir lasen in der wenigen Literatur, die es zu diesen Vögeln gibt, besuchten Straußenfarmen und unterhielten uns intensiv mit Gleichgesinnten, die so eine Farm schon sehr erfolgreich betreiben.

Diese Tiere kommen mit dem mitteleuropäischen Klima sehr gut zurecht (wie eine Doktorarbeit, die über Straußenhaltung bereits 2004 geschrieben wurde, beweist). Eine Aufzucht und Haltung ist bei genügend Auslauf und einem Stall direkt an der Weide problemlos möglich. Der Mitterhof ist einer der wenigen Höfe, der dazu überhaupt geeignet ist.

In den einschlägigen Büchern stießen wir auf Aussagen, welche die legendäre Seherin und Heilerin Hildegard von Bingen damals zu ihrer Zeit, vor 900 Jahren bereits getroffen hatte. Sie empfahl z.B.   Übergewichtigen und Gichtgeplagten, Straußenfleisch zu essen. Auch die Aussage: “ Straußenfleisch, das gesündeste Fleisch für den Menschen“ stammt von ihr.

Eine bessere Verwendung für ein Klostergut, konnten wir uns nicht vorstellen.

In Zeiten von Schweinepest, Rinderwahnsinn und Geflügelgrippe, dürfte ein so natürlich und biologisch produziertes Fleisch guten Anklang bei der Bevölkerung finden. Impfungen und Antibiotika kommen bei diesen robusten Vögeln nicht zum Einsatz. Von Spitzenköchen wird Straußenfleisch als „Fleisch des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

Die Idee „Straußenfarm Mitterhof“ war geboren.

Gesunde, natürlich und naturnah erzeugte Produkte herzustellen und damit den Menschen, die das zu schätzen wissen, eine echte Ernährungsalternative zu bieten, das ist unsere Passion und dafür arbeiten wir gern.

2017  Straußenfarm Mitterhof  Impressum